Filmkritik: Das bessere Leben ist anderswo

Idee, Regie, Kamera, Ton und Schnitt aus einer Hand: Der in Schaffhausen als Sohn italienischer Gastarbeiter 1957 geborene Rolando Colla hat mit «Das bessere Leben ist anderswo» einen wuchtigen Dokumentarfilm geschaffen. In seinem «Lebens-Streifen» gibt er Zeugnis ab von seiner Begleitung dreier Menschen von 2003 bis 2012. Mit der notwendigen Distanz und gleichzeitig Eindringlichkeit präsentiert er in 90 Minuten zwar drei verschiedene Leben, doch im Vordergrund steht nicht die zufällige Unterschiedlichkeit, sondern ihre gemeinsame Verbindung mit dem Leben als Kraft und Kostante unseres Universums. Als Zuschauer bin ich Beobachter und Zeuge dieser Leben, und werde nur bedingt zur Versuchung verführt, etwas daran ändern zu wollen. Meine persönliche Meinung ist nicht wirklich gefragt und auch nicht wichtig. Das Leben lebt sich quasi selbst und ein Schlüssel liegt in der Anerkennung desselben. Ich finde den Film, dessen Hauptpersonen in Bosnien, Kuba und der Schweiz leben sehr anregend. Natürlich komme ich nicht umhin, am Schluss des Filmes mir die Frage zu stellen: Ist das bessere Leben anderswo? Und sofern ich diese Frage wirklich beantworten möchte, habe ich den Mut und die Kraft, die Antwort nicht nur zu hören, sondern ihr auch Taten folgen zu lassen? Sowohl im Kleinen wie im Grossen!   

 

Diese Woche zu sehen in:

Basel kult.kino Camera – Programmkino

Spezialvorstellung am Sonntag 3. Februar um 11.15 Uhr mit Rolando Colla und Protagonist Emilio

Bern Kellerkino

Spezialvorstellung am Samstag 2. Februar um 20.30 Uhr mit Rolando Colla und Protagonist Emilio

Schaffhausen Kino Scala

Spezialvorstellung am Donnerstag 31. Januar um 20.00 Uhr mit Rolando Colla und Protagonist Emilio

Zürich Kino Riffraff

Spezialvorstellung am Sonntag 3. Februar um 18.15 Uhr mit Rolando Colla und den Protagonisten Emilio und Andrea

 

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