small world on BIG SCREEN

Was für ein Vorteil. Medial unvoreingenommen – ohne Buch im Kopf –, hatte ich die Möglichkeit, die Verfilmung von Martin Suters Bestseller «Small World» anzuschauen. Und der Film berührt: ein hervorragend und präzise agierender Gérard Depardieu (ok, einmal sah ich plötzlich Obelix vor mir, was wohl bedeutet, dass ein fixes Buchvorlage-Gefühl genau so ablenkend sein kann wie eine eingeprägte ehemalige Rolle) und eine Alexandra Maria Lara (ich gehöre nun wohl auch zu denjenigen, die sich diesen Namen merken können), die ihren Part so menschlich verkörpert, wie ich ihn mir auch ausserhalb des Kinos in mehr Erdenbewohnerinnen und -bewohnern wünsche. Neben gut gecasteten SchauspielerInnen und gekonnter Verkörperung von Rollen stehen vor allem die Themen Alter, Erinnerung und Vergangenheit, sowie der krankhafte und etikettierte Verlust des Kurzzeitgedächtnisses im Zentrum und an der Peripherie der Erzählung. Die wachen Bilder laden ein zum Nachdenken: über das Alter, das Wie-Älter-Werden, über Erinnungen und Freundschaften. Ganz abgesehen davon, dass eine Tötung auch verjähren kann.
Mehr zum Film in diesem Trailer: Kurz-Trailer

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