2 mal JA am 26. September und Warum ich kein Politiker bin

Am Wochenende des 26. Septembers 2010 wird in Basel-Stadt darüber abgestimmt, ob Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, die seit mehr als 5 Jahren hier leben (legaler Status: Niederlassung), ein bisschen gleicher werden dürfen oder nicht.
Oder neutraler formuliert: Es geht um die Einführung des Stimm- und Wahlrechts für im Stadtkanton lebende Menschen, die nicht im Besitz eines Schweizer Passes sind. Und wie oft in einer Abstimmung, geht es um ein Entweder-Oder, eine Ausgangslage, die gezwungenermassen Ja-, bezw. Nein-Sagerinnen und -Sager auf den Plan ruft. Für Zwischentöne bleibt wenig Platz, und in diesem Fall, für Herztöne noch weniger. Mir will es eigentlich nicht gelingen, dieses Thema aus der sachlichen Perspektive zu betrachten. Damit bin ich natürlich nicht allein und gleichzeitig so extrem wie die wahren Gegner dieser Initiative (inkl. Gegenvorschlag der Regierung), die aus ihren verengten Herzen keine Mördergrube machen, sondern plakativ zu ihrer dunkelfarbigen Meinung stehen. Für mich ist  klar, dass Menschen, die ihren Lebensmittelpunkt in Basel gestalten auch an der Urne mitentscheiden dürfen, wie ihre gewählte Heimat in Zukunft ausschaut.  Alles andere verstösst gegen meinen Sinn von Gemeinschaftlichkeit, Gleichheit und gesellschaftlicher Entwicklung und bedient die Mechanismen der Ausgrenzung und Bewahrung. Doch bevor ich mich in diese Abgründe bewege, rette ich mich in eine politische Aussage und Bitte: An die Urnen Menschen mit Schweizer Pass und DoppelbürgerInnen: Zwei mal Ja am 26. September 2010.

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