Was für eine Beziehung haben Sie zu Ihrem Schreibstil?

Seit über 30 Jahren versuche ich Worte zu Papier zu bringen, versuche ich etwas so  auszudrücken, wie ich es wahrnehme. Und erst vor kurzem bin ich auf die Idee gekommen, mir einmal vorzustellen, was es in mir verändert, wenn ich meinen Schreibstil als einen Teil einer Partnerschaft begreife. Der eine Partner ist mein Schreibstil, der andere Partner bin ich. Zusammen ermöglichen wir der Person Billy Meyer so zu schreiben, wie sie schreibt. Ich setzte mich also ins Verhältnis zu meinem Schreibstil und versuche in der Verbindung zu ihm eine Beziehungsebene auszumachen. Gibt es die überhaupt? Wenn ja, was für eine Beziehung ist das überhaupt? Ist es eine gute Beziehung? Wie sehen andere diese Beziehung? Wer ausser mir, könnte mein Verhältnis zu meinem Schreibstil als eine Beziehung sehen? So, genug Fragen. jetzt bin ich gespannt, ob Ihnen zu diesem Thema etwas einfällt und ob Sie Lust haben sich in diesem Blog darüber auszutauschen.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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6 Kommentare auf “Was für eine Beziehung haben Sie zu Ihrem Schreibstil?
  1. ich frage mich, ob man mit sich selbst auch eine gute Beziehung haben muss, um mit seinem Schreibstil eine gute Beziehung zu haben? Sich selbst annehmen, Selbstwert, …? lg Bernhard

    • sprachraum sagt:

      Lieber Bernhard, ja, ich fühle, dass eine präsente und bewusste Beziehung zu sich selbst eine gute Voraussetzung ist, auch um sich ins Verhältnis zu seinem Schreibstil hinein zu bewegen. Auf diesen Weg möchte ich auch die Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmer begleiten. Herzlich Billy

  2. makaveli85 sagt:

    Hmm, würdest du mir verraten, wie weit du mit deiner Art des Vorgehens gekommen bist? Halte es für relativ Interessant. Und relativ schwierig. Und nein, dass man eine gute Beziehung zu sich selbst haben muss, das glaube ich kaum. Erachte ich sogar als erwiesen. Denn gerade die Größten der Großen, sie waren doch oftmals diejenigen, die von Selbstzweifeln zerfressen waren, wenn auch nur im Stillen.
    Im Grunde reicht ein Zitat, natürlich ist das kein Beispiel, an das man sich anlehnen kann, aber dieses eine Zitat, das ganze Werk, beweisen: Was Billy sagt trifft schlicht und ergreifend nicht zu.

    “Da steh ich nun, ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.”

    Ich habe vor kurzem erst angefangen mit dem Schreiben, vor ca. acht Monaten, und auch wenn ich alleine deswegen eigentlich schon irgendwie der falsche Ratgeber bin, zumindest in deinem Fall.
    Aber hast du schonmal versucht, beim Schreiben deinen Stil zu vergessen, dich zu vergessen, sich auf nichts zu konzentrieren auf das, was du fühlst?

    • sprachraum sagt:

      Danke für deine Gedanken. Für mein eigenes Schreiben bereichert mich die Vorstellung, dass ich eine gewachsene Partnerschaft zu meinem Schreibstil habe. Und ganz wichtig für mich: ich möchte, dass das was ich ausdrücke authentisch ist, also mit meinen Inneren, mit meinem Bewusstsein überinstimmt. Und hier setzt wohl die Psychologie ein, respektive die Perspektive der Psychologie, denn sehr wohl kann ich was sogenannt «Grossen» schreiben, was jedoch noch nicht heisst, dass es im Einklang mit meinem Inneren schwingt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Menschen sehr wohl in der Lage sind Bestseller zu schreiben, gerade deshalb, weil sie sich im Schreibprozess von sich distanzieren. Diese Energien möchte ich jedoch mit meinem Kurs nicht unbedingt unterstützen.

  3. makaveli85 sagt:

    Da muss ich die absolut Recht geben. Aber dann würdest du sie denn als Größen bezeichnen? Ich meine diejenigen, die mehr verkaufsorientiert als gefühlsbasiert schreiben?

    Ich nicht. Und diejenigen habe ich auch nicht gemeint.

    Ich meine die, die wirklich Groß waren, die ihre eigenen Stile kreiiert haben anstatt sich irgendwo anzulehnen.

    Aber diese Unterhaltung zeigt dann wohl auch, dass die Frage nach der Authentizität der Schreibe bzw. die Frage, wie man so schreibt, dass es eben authentisch ist, jeder individuell für sich beantworten muss.

1 Pings/Trackbacks für "Was für eine Beziehung haben Sie zu Ihrem Schreibstil?"
  1. Unterwegs. sagt:

    Es wird Zeit…

    Da ich nicht möchte, dass die kurzen Gedichte und Texte auf dem “Board” hinter dem Umfang meiner Geschichten einfach in Vergessenheit geraten, stelle ich hier vorerst nur eine “Leseprobe” dar, Weiterhin kann ich  so jedem Leser …

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